Freiwillige Feuerwehr Steinberg e.V.

Dienstversammlung vom 19.04.2019, ein Auszug

Freitag, 19.04.2019, VA
Wie jeden Karfreitag findet in unserem Gerätehaus die Dienstversammlung statt (in Uniform).
Durch den ersten Kommandanten Thomas Heindl wurden div. Änderungen und Neuerungen vorgetragen. So wurde die Jugendfeuerwehr mit JuFF-Kleidung eingedeckt sowie die Helme mit „JF“ markiert.
Jeder FA findet nun eine dicke und wasserdichte Überjacke sowie einen kompletten Bayern 2000 in seinem Spind vor, sowie jeder AGT einen kompletten Schutzanzug in mehrlagiger Ausfürhung.
Die neuen Handschuhe sind den Spindnummern zugewiesen und sollten somit nicht untereinander getauscht, sondern bei Nichtgefallen dem Kommandanten oder dem Kleidungswart gemeldet werden.

Eine weitere Neuerung sind stylische Jogginganzüge. Wird die Kleidung im Einsatz verdreckt (Löschmittel, giftige Stoffe etc.) so muss ab sofort die Kleidung noch an der Einsatzstelle abgelegt und in dafür vorgesehene Säcke gepackt werden. Als Ersatzkleidung sind nun in beiden Fahrzeugen Jogginganzüge. Vier Stück im LF10 sowie zwei weitere im MZF.
Ebenso müssen die Stiefel bereits am Einsatzort gereinigt werden. Für die Reinigung der Hände ist das im LF10 befindliche Hygieneboard zu nutzen.
Somit soll verhindert werden, dass die Fahrzeuge sowie das Gerätehaus (inkl. Sozialtrakt) mit schädlichen Stoffen in Berührung kommt und die Gesundheit aller Kameradinnen und Kameraden nicht gefährdet wird.

Dieses Jahr werden auch wieder weitere Helme mit Visier beschafft. Für die Atemschutzler unter uns wird auch Wechselkleidung beschafft. Vier Garnituren wurden bereits bestellt.

Falls jemand im Stausee Deep-Diving betreiben möchte oder andere Wassersportaktivitäten plant, stellen wir unsere alten Neopren-Anzüge gerne zur Verfügung.
Wir haben nämlich auf sog. Floating-Anzüge umgestellt (weil die sowieso besser aussehen und man immer oben schwimmt)

Wer das Gerätehaus noch mit einem „normalen“ Schlüssel aufsperren wollte, hat sich bestimmt schon gewundert was da in der Tür steckt. Seit 2018 verfügt das Gerätehaus über ein Schließsystem bei dem ein Chip benötigt wird. Diesen Chip hält man auf den Zylinder und wartet bis die LED grün leuchtet und ein Piepton (kaum) hörbar ist. Erst dann kann man mittels angebrachtem „Drehzylinder“ die Türe öffnen. Versucht man zu oft vergeblich die Türe zu öffnen (weils pressiert) kann es vorkommen, dass sich sich ein Manipulationsschutz für ca. 3 – 7 Minuten aktiviert. In dieser Zeit kann die Türe NICHT geöffnet werden. Im Ernstfall also sofort eine andere Türe öffnen (die ganz links sollte vermieden werden). Sollte das Schließsystem öfter Probleme bereiten als Türen öffnen, bitte melden.
Sollte dieser Transponder, Chip, Schlüsselanhänger verloren gehen, ist dies umgehend dem Kommandanten zu melden.

Die Spinde hinter dem Boot sind nun freigeräumt. Alle Kleidungsstücke wie Floating-Anzüge, Imker-Anzug und andere Garnituren die selten benötigt werden, befinden sich nun im Anbau.
Gegenstände des Vereins befinden sich im Anbau auf der rechten Seite, die der Feuerwehr auf der Linken. In der Werkstatt wurden nun alle losen Gegenstände in Kisten versteckt, sowie selten genutzte in den Anbau verschoben.
Die Ordnung ist einzuhalten.

Auch die Übungen im vergangenen Jahr wurden angerissen. So galt ein herzliches Dankeschön an das Orga-Team für die 24 Stunden-Übung sowie den Teilnehmenden Kameraden der Feuerwehr Poxau.
Heindl bedankte sich bei allen Kameraden, die an folgenden Übungen teilgenommen haben:

– 24 Stunden-Übung
– Die Katastrophenschutzübung „Roter-Eber“im Bayerischen Wald
– „Wasserförderung über lange Strecken“ in Kooperation mit der FF Englmannsberg
– Theorieausbildung „Kaminbrand“
– Unzählige Übungen in der alten Sparkasse Steinberg sowie der Großübung mit allen umliegenden Wehren
– Übung an der Grund- und Mittelschule Reisbach

Leider kann die Schlauchpflegeanlage in Wallersdorf unsere Schläuche nicht mehr pflegen. Als „Ausweich-Pflegeanlage“ kann uns die FF Simbach unterstützen, allerdings begrenzt sich dort das Angebot.
Die Lösung für das Problem entsteht in Reisbach. Dort wird eine neue Schlauchpflegeanlage gebaut.

Als neuen Atemschutzbeauftragten dürfen wir unseren Kameraden Walter Moser begrüßen. Moser tritt somit in die Fußstapfen von Florian Heindl der jahrelang eine großartige Arbeit geleistet hat. Danke dafür lieber Flo!
Dieses Jahr werden wieder zwei Kameraden auf ATS-Lehrgang geschickt. Passenderweise tragen beide keinen Bart. Gesichtsbehaarung in jeglicher Form ist nicht erlaubt, da die Maske nicht mit dem Gesicht abschließen kann und somit Rauch und andere Stoffe eindringen könnte. Kontaktlinsen sind weiterhin erlaubt.

Das LF10 sowie MZF wurden mit Tabletts ausgerüstet (Über die Ausstattung des Bootes mit selbiger Technologie wird noch heftig diskutiert) Darüber sind Hydranten- & Einsatzpläne abrufbar. Email, Telefonie und Navigation ist ebenso möglich. zusätzlich sind Pläne weiterhin ganz Oldschool analog auf Papier verfügbar.

Für umliegende und überörtliche Einsätze Einsätze gilt weiterhin ein generelles Fotografieverbot. Ausschließlich der Einsatzleiter (oder Beauftragter durch den EL) ist befugt Bilder für Dokumentations- und Ausbildungszwecke anzufertigen.
Bei Einsätzen mit Ölspuren darf die FF keine Warnschilder aufstellen. Dies obliegt nur der Straßenlastträger. Für größere Öl-Malheure ist eine spezielle Fachfirma über die ILS anzufordern.

Werden wir zu überörtlichen Einsätzen und/oder Bootseinsätzen alarmiert, rückt nur das Fahrzeug aus welches angefordert wurde. Der Rest bleibt im Gerätehaus. Dies soll ein Chaos am Einsatzort vermeiden und den Grundschutz „Zuhause“ sicherstellen.

Nach diversen Einsätzen wurden keine Kosten und Mühen gescheut um Material in ausreichender Menge zu beschaffen. Diese befinden sich in „Alberts Schadensereignishänger“ sowie im Anbau. Weitere Materialien können bei anderen Gemeindewehren sowie bei Großschäden von der FF Reisbach nachgefordert werden.

Eine weitere technische Errungenschaft haben wir unserem Kameraden Martin Jobst zu verdanken. Die Wasserballon-Schleuder.
Die soll es in Zukunft erleichtern, das Seil zum Einbringen der Gewässer-Ölsperre ans andere Ufer zu bekommen.

Um weitere Entfernungen überwinden zu können, wurde der Analogfunk komplett entfernt und gegen neue Digitalfunkgeräte ausgetauscht. Diese lassen sich wie die guten alten Nokia-Handys entsperren. Nostalgie pur!
Besonderheiten der Geräte sind:

– Nach dem Einschalten ist die Tastensperre erst nach einer Minute aktiv
– Der Piepton am Gesprächsende entfällt
– Gedenksekunde und Piepton am Gesprächsanfang bleibt bestehen. (Knopf tief drücken, eine Sekunde warten, dann sprechen. Dies Gilt NICHT für Feuermelder)

Das Funkspruchgerät mit dem gelben Knopf ist dem Boot zugewiesen und kann jetzt ebenso den Status setzen.
Dieses Jahr werden wieder Funkmeldeempfänger an Kameraden ausgegeben und eine Digitalisierung ist für „2021“ geplant.

Die Anträge auf Bootsübungen auf der Isar wurden abgelehnt. Weiterhin werden wir aber zu Einsätzen auf der Isar gerufen.
Dort haben wir bereits die meisten Einsätze absolviert. Petri heil…
Als Ausweichplatz und besonderes Happening dürfen wir dieses Jahr mit dem Boot auf dem PiÜbPlatz der Bundeswehr üben. Termin hierfür wäre der 14.09.2019. Wir freuen uns darauf!
Die Wartungsarbeiten am Boot sind bereits abgeschlossen. Die Röcke wurden komplett erneuert sowie ein neuer EdelstahlLED-Leuchtbalken montiert. Ebenso wurde das Wasserfahrzeug mit Feuerlöschern bestückt und der TÜV wurde erneuert.

Ein weiteres Highlight der Generalversammlung war die Ehrung unseres laaangjährigen Mitglieds Johann Hofmeister sen.
Stolze VIERZIG Jahre Einsatzbereitschaft und Hingabe für die Feuerwehr und den Schutz der Bevölkerung hat Johann vorzuweisen. Für diesen Einsatz wurde er mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold durch den zweiten Bürgermeister Martin Kieswimmer geehrt. Der Dank unserer Wehr und deines Ortes gebührt Dir lieber Hans!


v.l. 1.Kdt Thomas Heindl, 2. Kdt Albert (LEDBert) Schinghammer, Geerhter Johann Hofmeister, 2. Bgm Martin Kieswimmer

Gut Wehr wünschen wir allen Kameradinnen und Kameraden!


Bei Risiken oder Nebenwirkungen Sprechen Sie mit Ihrem Kommandanten oder Vorstand